Wir machen diese Benefiz-Modenschau weil das Museum eine Neue Heizung braucht. Der Kessel ist
30 Jahre alt und der Wirkungsgrad ist mehr als bescheiden. Hierzu bewegen uns auch die Gesetze -
auch wenn irgendwie nicht klar ist welche!
Wem gehört das Museum und wie finanziert es sich?
Das Museum ist in privater Trägerschaft. Der Träger- und Förderverein ist gleichzeitig auch
Eigentümer der Immobilie. Wir finanzieren unsere vielfältige Arbeit hauptsächlich durch:
Mitgliedsbeiträge und Spenden, Eintrittsgelder, Kursgebühren, Öffentliche Zuschüsse und
Fördermittel. Diese Mischung aus privaten Einnahmen und öffentlicher Unterstützung ermöglich es
dem Museum, den Museumsbetrieb und seine Angebote aufrechtzuerhalten und
weiterzuentwickeln.
Wir sind Gemeinnützig und können Spendenbescheinigungen ausstellen.
Und nun noch ein Grund - der mondäne Grund:
Das Krefelder Industriedenkmal Paramentenweberei Hubert Gotzes hat bis 1992 auf seinen Jacquard-
Webstühlen, die seit 1868 an Ort und Stelle stehen Paramente für die katholische Liturgie gewebt.
Unzählige Patronen sind vorhanden von denen das Museum einige hat nachweben lassen.
Aus diesen Stoffen hat der Wolf Schinke eine Kollektion erstellt
Es geht nicht nicht um Sparsamkeit oder das bloße Verschönern alter Dinge, sondern es geht um eine
Art von Transformation. Schinke verarbeitet beim Upcycling und in seinen Neuentwürfen
Paramentenstoffe, die das „Haus der Seidenkultur“ nachweben ließ und ihm zur
Verfügung stellte. Die ursprünglich thematisch gebundenen, für gottesdienstliche Zwecke herge-
stellten Stoffe rücken durch die Verwendung als Material für zeitgenössische Mode in einen völlig
neuen Kontext.
Für manchen vielleicht ein „Sakrileg“: Was einst nur für Altarbehänge und liturgische
Priesterkleidung entworfen und gefertigt wurde, wird nun Teil einer eleganten Garderobe, eines
Accessoires oder anderer modischer Stücke, die profan getragen werden. So heißt die Kollektion
"SAKRILEG" - ein wenig Augenzwinkernd.